Leistung · Usability-Testing
Fünf Menschen, eine Stunde, und du weißt mehr über deine Anwendung als nach drei internen Sitzungen. Wir organisieren die Tests, führen sie durch und liefern die Handlungsempfehlungen.
Konzeption, Rekrutierung, Durchführung und Auswertung. Ansässig im schönen Würzburg.
Antwort in Kürze
Eine Usability-Testing-Agentur prüft mit echten Nutzern die Benutzerfreundlichkeit eines Produkts. Sie entwirft die Aufgaben, sucht passende Testpersonen, führt die Sitzungen durch und wertet sie aus. Am Ende stehen in kurzer Zeit belastbare Handlungsempfehlungen statt Meinungen.
Zahlen und Fakten
Wie viele Menschen braucht ein Test, und was kostet er? Vier Eckdaten zur Einordnung. Drei stammen aus der Fachliteratur, eine aus unseren Projekten.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Nötige Testpersonen je Runde | Fünf Personen finden rund 85 Prozent der Probleme | Nielsen und Landauer, Nielsen Norman Group |
| Definition von Gebrauchstauglichkeit | Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit im Nutzungskontext | ISO 9241-11 |
| Anerkannte Prüfregeln für Oberflächen | Zehn Usability-Heuristiken nach Nielsen, 1994 | Nielsen Norman Group |
| Dauer einer Testsitzung | 45 bis 60 Minuten je Person | Daily Marketing, eigene Projekte |
Definition
Usability-Testing erhebt Nutzerfeedback zur Benutzerfreundlichkeit eines Produkts, und zwar systematisch. Testpersonen bekommen echte Aufgaben und lösen sie, während jemand zusieht. Nicht die Meinung zählt, sondern was tatsächlich passiert.
Der Unterschied zur Umfrage ist entscheidend. Menschen können gut sagen, was ihnen gefällt, und schlecht vorhersagen, was sie tun werden. Ein Test zeigt den Unterschied innerhalb von Minuten.
Im Mittelpunkt steht deshalb die Aufgabe, nicht die Frage. Statt „Finden Sie die Navigation übersichtlich?“ heißt es: „Bestellen Sie ein Ersatzteil für Ihr Gerät.“ Was dabei schiefgeht, ist der eigentliche Befund.
Und das Vorgehen ist immer dasselbe, egal ob es um digitale Produkte, eine Website oder ein internes Werkzeug geht. Du erfährst, wo deine Zielgruppe hängen bleibt, und bekommst die Potenziale benannt, die heute ungenutzt liegen. Nutzende zeigen dir in einer Stunde mehr als jede Diskussion im Team.
Methoden
Welche Methode passt zu deinem Anwendungsfall? Zwei Fragen entscheiden: Wo wird getestet, und ist jemand dabei. Daraus ergeben sich vier Varianten mit unterschiedlichem Aufwand.
| Variante | Wofür sie passt | Aufwand |
|---|---|---|
| Labortest, moderiert | Komplexe Abläufe, bei denen Nachfragen nötig sind | Hoch, dafür die tiefsten Erkenntnisse |
| Feldtest, moderiert | Anwendungen, die im echten Umfeld benutzt werden | Mittel bis hoch, näher an der Wirklichkeit |
| Ferntest, moderiert | Verteilte Zielgruppen und knappe Termine | Mittel, ohne Reisezeit |
| Unmoderierter Test | Einfache Aufgaben und größere Teilnehmerzahlen | Gering, dafür ohne Nachfragen |
In den meisten Projekten fahren wir zweigleisig: moderierte Sitzungen für das Verständnis, unmoderierte für die Menge. Der Einsatz beider Formen kostet wenig zusätzlich und macht die Befunde deutlich belastbarer. Welche der passenden Methoden bei dir sinnvoll ist, klären wir vorab.
Den Hintergrund liefert dabei immer der Anwendungsfall. Bei einem Shop steht die Conversion im Vordergrund, bei einer internen Anwendung das Nutzungserlebnis der Menschen, die täglich damit arbeiten. Beides lässt sich testen, nur eben mit anderen Aufgaben.
Leistungen
Vier Bausteine, die wir einzeln oder zusammen übernehmen. Wenn du schon ein Testdesign hast, steigen wir bei der Rekrutierung ein.
Wir übersetzen deine offenen Fragen in Aufgaben, die sich beobachten lassen. Dazu gehören der Ablaufplan und die Fragebögen für das Gespräch davor und danach.
Wir suchen Testpersonen, die deiner Zielgruppe entsprechen. Der häufigste Fehler ist, Kollegen zu fragen. Sie kennen das Produkt und sind deshalb die schlechtesten Tester.
Wir moderieren die Sitzungen und halten uns dabei zurück. So erfahren wir, wo deine Zielgruppe hängen bleibt, indem wir Menschen bei ihrer Arbeit mit der Anwendung zusehen. Wer hilft, sobald jemand stockt, zerstört genau den Befund, für den er bezahlt hat.
Aus den Aufzeichnungen wird eine nach Wirkung sortierte Liste mit Handlungsempfehlungen. Jeder Punkt nennt die Beobachtung, den vermuteten Grund und den Vorschlag.
Ablauf
Fünf Schritte von der ersten Frage bis zur Empfehlung. Von der Beauftragung bis zum Bericht vergehen üblicherweise zwei bis drei Wochen.
Zuerst legen wir fest, was der Test beantworten soll. Eine Frage wie „Ist unsere Website gut?“ lässt sich nicht testen. „Finden Neukunden den Preis?“ schon.
Aus den Zielen werden Aufgaben, dazu kommen die Fragebögen davor und danach. Diese Konzeption entscheidet über die Qualität der Ergebnisse mehr als jede Technik.
Fünf bis acht Sitzungen mit Menschen, die zu deiner Zielgruppe passen. Wir zeichnen Bild und Ton auf, damit später niemand aus dem Gedächtnis diskutieren muss.
Wir sichten die Aufzeichnungen und markieren jede Stelle, an der jemand gezögert oder abgebrochen hat. Wiederholt sich ein Problem bei drei von fünf Personen, ist es keins des Einzelfalls.
Am Ende steht ein Bericht mit sortierten Empfehlungen und, wenn gewünscht, ein Termin, in dem wir die Aufzeichnungen gemeinsam ansehen. Der Termin wirkt oft stärker als der Bericht.
Was wir von dir brauchen: eine Beschreibung deiner Zielgruppe, Zugang zum Produkt oder Prototyp und eine Person, die bei den Sitzungen zuschauen kann.
Antwort innerhalb eines Werktags. Kostenfrei und unverbindlich.
Abgrenzung
Beide Begriffe werden oft vermischt. Nutzerforschung fragt, was Menschen brauchen. Usability-Testing fragt, ob sie mit dem zurechtkommen, was gebaut wurde. Die eine Methode kommt vor dem Produkt, die andere danach.
| Merkmal | User Research | Usability-Testing |
|---|---|---|
| Frage | Was brauchen die Menschen? | Kommen sie damit zurecht? |
| Zeitpunkt | Vor der Gestaltung | Am Prototyp oder am fertigen Produkt |
| Ergebnis | Bedürfnisse, Abläufe, Zielgruppenbilder | Konkrete Schwachstellen mit Empfehlung |
Anwendungsfälle
Der günstigste Zeitpunkt ist der früheste. Ein Test am Prototyp kostet einen Tag und verhindert Wochen an Entwicklung in die falsche Richtung. Erste Prototypen müssen dafür nicht schön sein. Sie müssen nur klickbar sein. Genau deshalb gehört Prototyping und Testen zusammen.
Beim Relaunch dreht sich die Frage um. Hier geht es nicht darum, was fehlt, sondern was am Bestand funktioniert und deshalb bleiben muss. Diese Erkenntnisse sind der beste Schutz vor einem Relaunch, der alles neu macht und dabei Stammnutzer verliert.
Und im laufenden Betrieb? Dort lohnt sich ein kurzer Test nach jeder größeren Änderung an einer wichtigen Strecke. Zwei Sitzungen genügen oft, um zu sehen, ob die Optimierung für die User auch wirklich eine ist. Denn Inhalte und Funktionen wachsen mit der Zeit, und mit ihnen die Stolperstellen. Wer hier nicht am Ball bleibt, merkt es erst an den Anfragen.
Drei typische Zeitpunkte
Belege
Woher stammen die Angaben? Drei aus der Fachliteratur und aus Normen, eine aus unseren Projekten. Darunter zwei Tipps, wo du zu angrenzenden Themen weiterliest.
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